Nr.: 102, 19. Mai 2020, Pressemitteilung In Bezug Auf Die Verschiedenen Aktivitäten Und Erklärungen In Griechenland Am 19. Mai 2020

Republik Türkei Außenministerium 19.05.2020

Das Datum 19. Mai 1919, an dem der erste Schritt unseres Nationalen Befreiungskrieges unternommen wurde, ist ein gesegneter Tag nicht nur für unsere Nation, sondern auch für alle unterdrückten Nationen, die gegen den Imperialismus gekämpft haben.

Unbegründete und unsinnige Erklärungen, die das griechische Parlament und die griechischen Behörden an einem solchen Tag unter dem Vorwand des Jahrestags des 19. Mai 1919 abgegeben haben, stimmen weder mit historischen Fakten noch mit den Werten des 21. Jahrhunderts überein.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 war Istanbul die einzige Hauptstadt, die unter Besatzung stand, das folgte der Einmarsch der griechischen Armee in Izmir am 15. Mai 1919, und dieser entsetzliche Einmarsch ohne jede Rechtfertigung wurde zum Schauplatz von Gräueltaten, die sich in eine geplante und schändliche Besetzung verwandelte.

Es sollte nicht vergessen werden, dass die begangenen Gräueltaten in weniger als fünf Monaten nach dem Einmarsch ein so entsetzliches Ausmaß erreicht hatten, dass es ernsthaft erforderlich war, dass die Alliierten eine Untersuchungskommission bildeten.

Die griechische Führung, die nicht in der Lage ist, sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, muss sich an die Berichte der Untersuchungskommission der Alliierten und an die Fakten erinnern, die hinter der Klausel des Friedensvertrags von Lausanne über Kriegsverbrechen liegen. Artikel 59 des Friedensvertrags von Lausanne stellte fest, die Handlungen der griechischen Armee, die in Anatolien einmarschierte, gegen das Kriegsrecht verstießen.

Die Nominierung des Großen Führers Mustafa Kemal Atatürk durch Ministerpräsident Venizelos für den Friedensnobelpreis nach der Gründung der Republik Türkei zeigt wiederum, dass heute unverantwortliche Politiker und radikale Kreise versuchen, eine umgekehrte Lesart der Geschichte zu betreiben.

Griechenland, das darauf besteht, unseren Aufrufen zur Lösung unserer bilateralen Probleme durch Dialog gleichgültig zu bleiben, muss wie in der Vergangenheit unsere ausgestreckte Hand der Freundschaft nehmen, um unsere sich verändernde Welt zu verstehen.

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